Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam
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Motivation Evangelische Jugend

A) Die nüchterne Erklärung
Eine pädagogische Aktion aus der Praxis für die Praxis, mit einem jährlich wechselnden Schwerpunktthema.
Der Potsdamer Spielmarkt ist eine pädagogische Aktion von Pädagog_innen für Pädagog_innen. Seit 1991 ist er Treffpunkt für spielpädagogisch Interessierte in den Arbeitsfeldern: Schule, Jugendarbeit, Arbeit mit Kindern, Kindergarten, Erwachsenen- und Familienbildung, Gemeinde- und Religionspädagogik, Sozialpädagogik und Heilpädagogik, Kinder- und Jugendpsychatrie, Krankenhaus sowie Therapeut_innen aller Bereiche (Ergo, Kunst, Logo, Musik, Sport...).
Aus dem gesamten deutschsprachigen Raum stellen Spieleautor_innen, Spieleerfinder_innen, Vereine und Kleinverlage ihre Spiele, Spielideen und Publikationen an Ständen, in Workshops und innerhalb von Fachreferaten vor. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an Spielen, Spielkarteien, spielpädagogischer Literatur, Spielzeug sowie Materialien für alle pädagogische Arbeitsbereiche. Der Spielmarkt in Potsdam wird zunehmend von pädagogischen Ausbildungsstätten als Ergänzung zu den angebotenen Studieninhalten und als Weiterbildung für Lehrkräfte genutzt. Er ist als offizielle Weiterbildungsveranstaltung bei den Bildungsministerien der Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern anerkannt. Die Atmosphäre lädt ein zum Spielen, Mitmachen, Ausprobieren, Zuhören, Fragen und Fachsimpeln.
Der Spielmarkt ist ein jährlicher Treffpunkt für ca. 3000 Besucher_innen, 60 Aussteller_innen und Referent_innen.

B) Die humorvolle Erklärung
Einmal im Jahr, im Mai, da steige ich in einen bunten Bus und mache mich auf die Reise nach Potsdam. Ich entfliehe einer technisierten Welt und breche auf, ein weiteres Stück Lebensfreude zurück- oder neu zu erobern. Ich betrete eine Welt in der es alles gibt, was ich schon immer haben wollte.
Ein riesiger Markt hält unzählige phantastische Dinge für mich bereit. Langsam durchstreife ich ihn, verweile hier und dort bei einem Spiel, versuche hunderte Bücher gleichzeitig zu lesen und mich zwischen fünfzig Favoriten zu entscheiden.
Die Workshops, die ich besuchen will, liegen natürlich wieder alle auf den selben Zeiten und weil ich mich nicht entscheiden kann, haben die ersten schon angefangen. Auf der Wiese wird derweil Belustigung für die ganz Kleinen angeboten, leider habe ich gerade kein Alibi-Kind zur Hand, um selbst mitzumachen. So stehe ich nur da und lasse meine Augen schweifen, versuche mich zu entscheiden, was ich am ehesten verpassen sollte.
Dann ist es plötzlich Abend, obwohl ich doch gerade erst angekommen bin. Irgendwie sind die Stunden dazwischen spurlos verschwunden. Mein Kopf ist voll von unzähligen neuen Ideen, die ich mittlerweile alle durcheinander werfe. Ich sitze auf der Wiese in der Abendsonne und trinke eine Tasse Kaffee. Ich bin mal wieder pleite und glücklich.

C) Die lautmalerische Erklärung
Ich gehe durch ein rotes Backsteintor und betrete damit die Insel Hermannswerder. Und obwohl ich nur einige wenige Schritte getan habe, ist plötzlich alles anders. Mein Auge schweift über ein Meer von Menschen. Auf ihren Körpern, ihrer Kleidung spielen die Farben des Regenbogens. Es ist wie ein eigenes großes Spiel. Die verschiedenen Farben fangen sich, verschmelzen miteinander, teilen sich wieder. Ein Spiel ohne Anfang und Ende, das niemand inszeniert und in dem doch jeder perfekt mitspielt.
Ich gehe näher heran und das große Farbenspiel löst sich in unzählige kleine Spiele auf. Da ist eine lange Allee mit alten hochgewachsenen Bäumen. Ihre Blätter rascheln im Wind. In ihrem Schatten finden sich zahllose Stände. Ich streife umher und sauge die Eindrücke in mich auf. Auf einer großen Wiese flitzen Kinder umher, liegen Menschen verträumt in der Sonne. Seltsame riesige Spielgeräte stehen herum. Viele habe ich noch nie zuvor gesehen.
Die Luft ist erfüllt von den verschiedensten Geräuschen und Klängen. Aber es ist nicht laut und abstoßend, sondern verlockend. Wie eine große Melodie, gespielt auf 3000 Besucher_innen. Eine große Halle zieht mich magisch an und ich durchschreite ihre Pforten. Alle Spiele, die ich je in meinem Leben gespielt habe, jede einzelne Minute meines Lebens, die ich dem Spiel gewidmet habe, all die zahllosen Erinnerungen; sie scheinen hier zusammengefasst und in wenige Augenblicke komprimiert. Ich sehe dies zum ersten Mal und ich kann es kaum beschreiben.
Ich schlendere umher, schaue und lausche: "Es ist noch nicht fertig... Ich überlege momentan, welches Material wir dafür... ..schon einmal probieren... ....geht irgendwie noch nicht auf... ...vielleicht eine Idee..." Da sind Leute, die Spiele erfinden. Sie sitzen einfach zwischen all den anderen und schwatzen, lachen, diskutieren. Ich lasse mich durch den Markt treiben und werde wieder hinausgespült. Da steht ein großes Zelt in leuchtend bunten Farben und während ich noch überlege, haben meine Füße sich schon entschieden und tragen mich mitten hinein in ein weiteres Abenteuer...