Exposé und Geschichte

Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam – Exposé

Ursprung
Die Idee des Spielmarktes Potsdam entstand während einer deutsch-deutschen spielpädagogischen Weiterbildung (1989 bis 1991). Der Wunsch, spielpädagogische Elemente in der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit gezielt einzusetzen, bildete den Kern des Projektes.

Träger
Träger sind die Jugendpfarrämter bzw. Ämter für Kinder und Jugendarbeit der Evangelischen Landeskirchen in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und in Mitteldeutschland (EKM), der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen (EVLKS), der Landeskirche Anhalts sowie die Hoffbauer-Stiftung in Potsdam und die Stephanus-Stiftung Berlin. Verbindende Kurzbezeichnung der Träger ist „Evangelische Jugend“.

Bildungsverständnis des Spielmarktes
Spiel verbindet sich für die Evangelischen Jugend mit einem protestantischen Bildungsverständnis, das weit über die Vermittlung von Wissen hinaus geht. Bildung zielt auf Entwicklung einer selbstbestimmten Persönlichkeit ab und ist im Blick auf das gesellschaftliche Miteinander auch ein Gebot der Nächstenliebe, im Gegensatz zu einem Bildungsverständnis als Elitenförderung.

Ziele

 Das Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam

  • fördert den Diskurs zum Stellenwert des Spiels in der pädagogischen Arbeit, der Bildung sowie zur psychosozialen Bedeutung von Spiel,
  • bezieht wissenschaftliche Arbeit am Spiel ein, bietet einen Rahmen für einen wissenschaftlich reflektierten Austausch und macht wissenschaftliche Entwicklungen und Erkenntnisse im Bereich des Spiels für die interessierte Öffentlichkeit verfügbar.
  • fördert eine Auseinandersetzung mit der Rolle des Spielens im Bezug auf gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen,
  • bietet durch praktisches Erleben Anregungen für das Spielen in allen pädagogischen Arbeitsfeldern sowie die Reflexion des Spielens für eine ganzheitliche, lebensweltbezogene Bildung,
  • regt an und befähigt, spielpädagogische Elemente in schulischer und außerschulischer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gezielt einzusetzen und pädagogisch fruchtbar zu machen,
  • unterstützt eine nachhaltige internationale spielpädagogische Netzwerkarbeit für Kontakt, Fachaustausch und gemeinsame Projekte.

Zielgruppen
Das Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam wendet sich vorrangig an Fachpersonal aller pädagogischen Bereiche:

  • Mitarbeitende bei Verbänden und freien Trägern, hauptberufliche wie freiwillig Engagierte
  • Lehrer_innen, Erzieher_innen, Pädagog_innen, Sozialpädagog_innen, Heilpädagog_innen
  • Mitarbeitende aus Kirche und Diakonie
  • Studierende der pädagogischen Fachbereiche in Fachschulen, Hochschulen und Universitäten

Das Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam ist in den Bundesländern Brandenburg, SachsenAnhalt, Berlin, Thüringen und Sachsen als Lehrerfortbildung anerkannt.
Die jährliche Zahl der Besucher_innen bewegt sich zwischen 2 500 und 4 000 Personen.

  Besonderheiten der Veranstaltung
Das Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam ist eine interdisziplinäre Bildungs-veranstaltung rund um das Spiel aus der Praxis für die Praxis: Mit Elementen aus Fortbildung, Messe und Aktionen im In- und Outdoorbereich, ist die Veranstaltung sowohl für Fachbesucher_innen, als auch Familien gleichermaßen interessant. Im Mittelpunkt steht das Spiel aus Sicht der Spielpädagogik, mit all seinen Aspekten für die Bildung und die Persönlichkeitsentwicklung.
Durch die weitgehend ehrenamtliche Organisationsstruktur findet der rege Austausch zwischen Mitwirkenden und Besucher_innen auf Augenhöhe und in einem entspannt-familiären Umfeld statt.
Es ist das größte Bildungsangebot für die pädagogische Praxis im (ost)deutschen Raum und übergreift mehrere Bundesländer und Landeskirchen. Fachkräfteaus mehr als zehn europäischen Ländern bieten an beiden Veranstaltungstagen den Besucher_innen über 120 Einzelveranstaltungen.
Mit einem jährlich wechselnden Schwerpunktthema nimmt der Spielmarkt aktuelle Themen und Entwicklungen in Pädagogik und Gesellschaft für die unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfelder auf. Das jeweils aktuelle Jahresthema prägt dabei die gesamte Programmgestaltung.

Die Veranstaltung findet in der Regel jährlich Anfang Mai an einem Freitag und Samstag statt.

Schirmherrschaft
Schirmherr_in des Bildungsforums Internationaler Spielmarkt Potsdam ist der bzw. die jeweilige Minister_in für Bildung, Jugend und Sport des Bundeslandes Brandenburg.

Kooperationspartner und Netzwerke
Rund um das Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam gibt es mehrere tragende Netzwerke und informelle Netzwerkstrukturen. Ein Netzwerk besteht aus Kooperationspartnern und Unterstützern vorwiegend aus dem Raum Brandenburg und Berlin.
Das Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam selbst ist Teil eines europäischen spielpädagogischen Netzwerkes von Organisationen, Bildungseinrichtungen, Projekten und Einzelpersonen. Die Netzwerkpartner_innen beteiligen sich am jährlich stattfindenden Spielmarkt und entwickeln in ihren Ländern eigene Veranstaltungsformate.

Finanzierung
Diese Bildungsveranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und durch Bundesmittel des Kinder- und Jugendplans (kjp). Neben Eigenmitteln der Träger, Teilnahmebeiträge und Standgebühren unterstützen die Kooperationspartner_innen diese Veranstaltung sowohl personell als auch finanziell. Kirchliche Sonderfördermittel und projektbezogene Einzelförderungen ergänzen die Finanzierung.

 

Thomas Aßmann -–Spielmarktteam – Stand: April 2019

 

 

Die Jahresthemen des Internationalen Spielmarktes Potsdam geben Einblicke in die thematischen Schwerpunkte der vergangenen Jahre:

2018 spielen mit Regeln

2016 spiel mit Grenzen

2015 spiel weise

2014 wunderbar misslungen

2013 Phantasie – Schlüssel zur Welt

2012 Wagnis Spiel

2011 Spielen berührt

2010 Durch Begegnung wachsen – Spielend Fremdes entdecken

2009 Achtsamkeit gewinnt

2008 SPIEgel DES LEBENS – spielen, erkennen, wachsen

2007 Balance riskieren

2006 Ein Spiel für alle Fälle – Identitäten suchen, verlieren, finden

2005 stresst du noch oder spielst du schon

2004 Ein Meer anSprache

2003 Lernen durch Verkörpern – spielen – verwandeln – gestalten

2002 Wenn Aggression im Spiel ist ..

2001 erleben & lernen – pädagogisch Abenteuer inszenieren

2000 … die ART zu feiern

1999 Spiel mit Musik

1998 Spielräume statt Alpträume – mehr Lebensqualität durch Spiel

1997 Biete Medien – suche Spiel

1996 Lehre mich nicht – lass mich spielen

1995 Gespielin Straße – auf der Suche nach Lebensräumen

1994 Mit allen Sinnen

1993 Spiel und Partnerschaft

1992 Spiel und Umwelt

1991 Spiel bewegt